Was bedeutet "Stand der Technik" und muss ich immer die teuerste Lösung kaufen?
Nein. "Stand der Technik" bedeutet nicht, dass Sie jede neue technische Lösung sofort implementieren müssen. Es geht darum, bewährte, anerkannte und wirksame Sicherheitsmaßnahmen einzusetzen, die dem Schutzbedarf Ihrer Daten und dem Risiko angemessen sind. Die Kosten müssen dabei in einem vernünftigen Verhältnis zum Schutzziel stehen.
Reicht es, wenn meine Praxissoftware als "DSGVO-konform" beworben wird?
Leider nicht. Die Software ist nur ein Baustein. Sie als Betreiber der Praxis oder Einrichtung sind der "Verantwortliche" im Sinne der DSGVO. Sie sind für das gesamte Konzept verantwortlich – von der physischen Sicherung des Serverraums über die Schulung der Mitarbeiter bis hin zum Berechtigungskonzept in der Software.
Wir sind nur eine kleine Praxis – gilt das alles auch für uns?
Ja, die Grundprinzipien der DSGVO gelten für jede Praxis, unabhängig von ihrer Größe. Der entscheidende Unterschied liegt im Umfang und in der Komplexität der umzusetzenden Maßnahmen. Diese müssen auf die Größe, die Art der Daten und die spezifischen Risiken Ihrer Praxis zugeschnitten sein.
Wie oft müssen wir unsere TOMs überprüfen?
TOMs sind kein einmaliges Projekt. Sie müssen regelmäßig – mindestens einmal jährlich – und anlassbezogen überprüft und angepasst werden. Anlässe können neue technische Bedrohungen, die Einführung neuer Software oder veränderte Arbeitsabläufe sein.
Können wir das alles selbst umsetzen oder brauchen wir einen externen Experten?
Viele Basismaßnahmen können Sie selbst anstoßen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die rechtliche Komplexität, die technische Tiefe und der Dokumentationsaufwand ohne externe Expertise schnell zu einer Überforderung führen. Ein externer Berater bringt den Blick von außen, erkennt blinde Flecken und sorgt dafür, dass Ihre Maßnahmen nicht nur gut gemeint, sondern auch rechtssicher und wirksam sind.