Bei einem Hygieneplan handelt es sich um eine Sammlung schriftlicher Verfahrensweisen, die der Einhaltung und Gewährleistung bestimmter Hygienestandards dienen. Ebenso beinhaltet ein Hygieneplan konkrete Reinigungs- und Desinfektionspläne – er beschreibt also genau, wann, wo, wie, womit und von wem beispielsweise Flächen oder Instrumente gereinigt oder desinfiziert werden müssen. Man kann also sagen, dass es sich bei einem Hygieneplan um eine Art „Qualitätshandbuch (QM-Handbuch)“ für alle hygienisch relevanten Sachverhalte einer Einrichtung handelt und somit auch um einen Nachweis der erbrachten Sorgfaltspflicht.
Bei der Erstellung eines Hygieneplans sollte darauf geachtet werden, hygienerelevante, interne Prozesse möglichst klar strukturiert und so abzubilden, wie sie tatsächlich in der Einrichtung vorzufinden sind. Gleichzeitig bildet dies eine Chance, vorhandene Prozesse zu analysieren, zu bewerten und gegebenenfalls im Sinne der Risikominimierung anzupassen.
Um sicherzustellen, dass der Hygieneplan stets auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und internen Abläufe ist, sollte er mindestens jährlich durch eine zuständige Fachkraft überprüft und falls nötig angepasst werden.
Es gibt viele Vorlagen, die man zur Erstellung eines Hygieneplans verwenden kann. Allerdings sollten diese nicht 1:1 übernommen, sondern auf die internen Abläufe abgestimmt werden. Welche Form Ihr Hygieneplan hat, ob tabellarisch, als umfangreiches Textdokument oder aber in Form von verschiedenen, einzelnen, aufeinander verweisenden Prozessbeschreibungen, ist Ihnen überlassen.
Um Ihnen vorab einen groben Überblick zu verschaffen, welche Bereiche Sie bei der Erstellung einbeziehen sollten, haben wir Ihnen eine grobe Übersicht zusammengestellt.