Staatlich anerkannte Hygienefachkraft (HFK)

 

Hygienefachkräfte sind für die Einhaltung der Hygienestandards insbesondere in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Einrichtungen für ambulantes Operieren verantwortlich. 

Darüber hinaus sind sie für die Erstellung von HygieneplänenReinigungsplänen, Arbeitsanweisungen, so wie für die Überwachung hygienerelevanter Abläufe zuständig. Sie führen regelmäßige Audits in den Einrichtungen durch, erfassen und bewerten auftretende Infektionen und ermitteln anhand der aufgezeichneten Daten die Infektionsraten. Hierdurch können Sie unter anderem Ursachen nosokomialer Infektionen identifizieren und Maßnahmen einleiten. Ebenso führen Hygienefachkräfte allgemeine und bereichsspezifische Beratungen durch und unterstützen bei der Umsetzung notwendiger Maßnahmen im Falle eines erhöhten Infektionsaufkommens.

An der zweijährigen Weiterbildung zur Hygienefachkraft kann jeder teilnehmen, der über eine abgeschlossene Ausbildung zur/zum Gesundheits- und KrankenpflegerIn bzw. Gesundheits- und KinderkrankenpflegerIn und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung verfügt. Die erfahrenen Pflegekräfte durchlaufen eine zweijährige Weiterbildung zur staatlich anerkannten Hygienefachkraft.

Jede Einrichtung, die unter § 1 Absatz 1 der Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (HygMedVO) fällt, ist verpflichtet eine Hygienefachkraft zu bestellen, die beratend unterstützt. Darunter fallen auch Einrichtungen für ambulantes Operieren. Die Mindestanzahl der Hygienefachkräfte, die eine Einrichtung beschäftigen muss, ergibt sich aus der Anwendung der Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention: „Personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektionen“ in der jeweils geltenden durch das Robert Koch-Institut veröffentlichten Fassung. Diese Bestimmungen gelten entsprechend, wenn Zusammenschlüsse von Einrichtungen nach § 1 Absatz 1 einrichtungsübergreifend Hygienefachkräfte beschäftigen